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Der neue Maibaum steht, am neuen Ortsmittelpunkt.
Der Heimatverein hat die Römersäule am 22. April 2016 wieder aufgestellt, unmittelbar neben dem alten Standort .
ZUR ERINNERUNG AN DIE RÖMERSTRASSE DIE VON KEMPTEN KOMMEND UEBER ERLING UND GAUTING NACH  SALZBURG FUEHRTE
Die Inschrift lautet:
Alles Wissenswerte über die Pfarrkirche St. Vitus steht jetzt zusammengefasst auf einer Tafel, welche an der Friedhofmauer angebracht wird. In akribischer Kleinarbeit wurden alle wichtigen Daten zusammengeschrieben und aufbereitet:
   Pfarrkirche St. Vitus Die repräsentative Lage der Kirche lässt darauf schließen, dass der Platz bereits sehr früh genutzt wurde. Unterhalb des Kirchenhügels verliefen zwei Römerstraßen. Eine von Konstanz nach Gauting sowie eine kleinere Verbindungsstraße von Pähl nach Schöngeising. Das deutet auf den einst wichtigen strategischen Standort hin. Der ursprüngliche Bau einschließlich Turm ist nicht mehr rekonstruierbar. Der massive schräg zulaufende Turmunterbau mit einer Mauerstärke von 2m deutet auf eine weltliche Nutzung im Hochmittelalter  - Ottonische Epoche 950 – 1050 -  hin.  Im Inneren des Turms ist die einstige Wehrhaftigkeit durch die noch sichtbaren Schießscharten erkennbar. Das 8-eckige, aufgesetzte Geschoß des heute 37m hohen Turms stammt aus dem 17. Jahrhundert, die ältesten Holzteile im Inneren können dem Jahr 1228 zugeordnet werden. Auch das Fischgrätmuster an der südlichen Außenmauer ist in diese Epoche zu datieren. Der ursprüngliche Hochaltar von 1747  - ein Werk des Bildhauers Franz X. Schmädl aus Weilheim und des Schreinermeisters Zimmermann aus Polling - wurde im Jahr 1861 im Zuge der Neugestaltung in die Pfarrkirche nach Pähl gebracht. Von diesem Altar blieben in der Erlinger Kirche nur zwei Figuren erhalten (die hl. Creszentia und der hl. Modestus). Das große Kreuz über dem Altar entstand in der Spätzeit des Barock. Die über dem linken Seitenaltar befindliche gotische Madonna  - um 1520 -  stammt noch aus der ehemaligen zweiten Pfarrkirche St. Martin, welche sich im oberen Teil des Dorfes befand. 1258             Erste Erwähnung eines Pfarrers in Erling namens „Gottfried“. 13. Jh.:     Turmgewölbe, nachträglich eingezogen (kirchliche Nutzung) mit schlanker trapezförmiger                       Profilierung. (1248 Erlöschen des Andechser Grafengeschlechts)  1317            Schenkte Kaiser Ludwig der Bayer das Patronatsrecht der Kirche an das Benediktinerkloster Ebersberg. 1327        Erste Erwähnung als Pfarrkirche.   15 Jh.:         Gotische Kirche, mit Strebepfeilern in Tuffblöcken.      Langhauswölbung mit angebauten Strebepfeilern in Ziegel. 1446             Im Rahmen eines Tausches erhielt Herzog Albrecht das Patronat und vergab es an Andechs. 1632            Ein großer Dorfbrand im 30 jährigen Krieg, führte zum Verlust von vielen Paramenten     (Liturgische Gewänder usw.). 1633             Verursacht durch einen Orkan, stürzte der obere (8-eckige) Teil des Turms auf die Kirche     und verursachte großen Schaden. 1682     Erweiterung der Pfarrkirche nach Westen und erste Barockisierung. 1747             Rokokoisierung des Innenraums mit neuem Hochaltar und Seitenaltären von F.X. Schmädl. 1858              Entfernung der Seitenaltäre Schmädls aus der Kirche. 1861             Umgestaltung des Kircheninneren: Neuromanische Altäre, Entfernung des                       Rokokostucks, stattdessen Dekorationsmalerei. Nach 1945   Übertünchen der Dekorationsmalerei des 19. Jh. 1949             Neue Glocken, da im II. Weltkrieg die 4 Glocken abgeliefert werden mussten. 1964             Entfernung der neuromanischen Ausstattung. Umgestaltung entsprechend     der neuen Liturgie des 2. Vatikanischen Konzils. 1996             Innenrestaurierung mit Neuordnung der liturgischen Orte und des     Skulpturenschmucks, teilweise Rückbau der Maßnahmen von 1964.                                   Heimatverein Erling-Andechs